Haben Sie heute schon das Wort “Tunnel” irgendwo gehört? Oder “Duisburg” ? Es soll sogar schon Anfragen aus der Region um Arnsberg, Meschede, Winterberg und Co. geben, die ob der stetigen Belastung des Namens “Sauerland” ihren Ruf geschädigt sahen. Paranoid?
Tatsache ist: Da sind an diesem vergangenen Wochenende 21 Leute gestorben. Nicht, weil sie zu unbesonnen waren, oder weil irgendeine Technik versagt hat. Sondern weil ein stämmiger Herr aus dem Rathaus nach dem “Augen-zu-und-durch”-Prinzip eine Veranstaltung durchboxen wollte, von der er glaubte, dass sie der Region etwas bringt. Hat sie ja auch: “Duisburg” steht jetzt für “Massenpanik”, schlechte Organisation und das Ende der “Loveparade”. “Sauber!”, sagt sich da der Berliner über das, was innerhalb weniger Jahre aus der einstigen Kultveranstaltung geworden ist.
Aber hat Sauerland nicht nur aus gutem Willen um Stadt und Region gehandelt? Vielleicht. Aber wer für so viele Menschen die Verantwortung übernimmt, der darf nicht “auf Sicht fahren”. Das hätte Herr Sauerland wissen müssen.
Über die Hälfte der Weltbevölkerung wohnt in Städten. Als “Hauptverursacher und Hauptbetroffene” der klimaschädlichen CO2-Emissionen wollen die Städte erörtern, was sie tun können, um das Wirtschaftswachstum von der Erderwärmung abzukoppeln, um den städtischen Verkehr zu verändern und eine nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Auch Finanzierungsaspekte sollen eine Rolle spielen. Es werden etwa 300 Personen aus den betreffenden Städten und auch von den Ländern und der Bundesregierung sowie von Verbänden erwartet.